Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG)
Nutzerinformation und Einwilligungserklärung
für das „Kopfschmerzregister der DMKG“
A) Nutzerinformation
Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,
wir freuen uns, dass Sie sich für eine Teilnahme am Kopfschmerzregister der DMKG interessieren.
Ziel des Kopfschmerzregisters ist es, Sie bei der Dokumentation Ihrer Kopfschmerzen und bei der
Speicherung und Archivierung Ihrer Kopfschmerzdaten zu unterstützen. Dies kann unabhängig von einem
Arztkontakt erfolgen oder, nach individueller Freischaltung durch Sie, mit direkter Einbindung Ihres
behandelnden Arztes.
Zusätzlich werden die innerhalb des Registers von Nutzern1
und ggf. von Ärzten eingegebenen Daten (ausschließlich in pseudonymisierter oder anonymisierter Form)
von der DMKG verwendet, um wissenschaftliche Erkenntnisse über Kopfschmerzerkrankungen, deren Behandlung
und auch der Versorgung von Kopfschmerzpatienten in Deutschland zu erhalten, die dann wiederum der
Verbesserung der Behandlung von Kopfschmerzpatienten dienen.
Sie können nach Registrierung beim Kopfschmerzregister die DMKG-App nutzen. Die DMKG-App ist
ein elektronischer Kopfschmerzkalender, der Sie auf Wunsch einmal täglich an das Eintragen von
Kopfschmerzen, Kopfschmerzsymptomen und der eingenommenen Akutmedikation erinnert. Sie erhalten eine
Zusammenfassung über Ihre Kopfschmerzeintragungen, sowohl direkt in der App als auch als PDF-Dokument
zum Herunterladen. Für die Dokumentation von Clusterkopfschmerzen gibt es alternativ die DMKG Cluster-App.
Sie können nach der Registrierung außerdem das Patientenportal nutzen. Dieses erhebt über einen
Kopfschmerzfragebogen in strukturierter Weise Informationen über Ihre Kopfschmerzen, aktuelle Behandlungen
und Vorbehandlungen sowie Begleiterkrankungen und Fragebögen. Sie können die Daten im Patientenportal
jederzeit aktualisieren. Dies wird dann als neuer abgeschlossener Kopfschmerzfragebogen abgespeichert.
Sie können eine Zusammenfassung als PDF-Dokument herunterladen. Falls Sie das Kopfschmerzregister gemeinsam
mit einem Arzt nutzen möchten, empfehlen wir, das Patientenportal 1-2 Wochen vor dem Arzttermin auszufüllen
oder zu aktualisieren.
Wenn Ihr behandelnder Arzt am Kopfschmerzregister teilnimmt, können Sie ihm Zugang zu Ihren im
Kopfschmerzregister eingegebenen Daten gewähren. Voraussetzung dafür ist die Nutzung des Patientenportals.
Dabei wird auf den letzten abgeschlossenen Kopfschmerzfragebogen zurückgegriffen. Die zusätzliche Nutzung
der DMKG-Apps als Kopfschmerzkalender ist empfohlen. Über die DMKG-Apps haben Sie zudem direkten Zugriff
auf das Patientenportal per Web-View. Da die Datenverarbeitung im Patientenportal einen größeren Umfang
annimmt und somit über ein größeres Risiko für die Rechte und Freiheiten der Nutzer verfügt, erfordert der
Zugriff stets die Authentifizierung per Passwort. Nachdem Sie Ihren behandelnden Arzt (die Praxis/das Zentrum)
individuell freigeschaltet haben, kann Ihr Arzt die von Ihnen eingegebenen Daten ansehen, ergänzen,
bestätigen oder korrigieren. Vor einer Wiedervorstellung wird empfohlen, aktualisierte Daten in das
Patientenportal einzugeben, die dann wiederum dem behandelnden Arzt zur Verfügung stehen. Sie können den
Zugang für den Arzt jederzeit widerrufen.
Darüber hinaus können Sie Ihren ausgefüllten Kopfschmerzfragebogen und App-Daten für externe,
nicht am Kopfschmerzregister teilnehmende Ärzte zugänglich machen. Dazu laden Sie die PDF-Zusammenfassungen
herunter und bringen diese zu Ihrer Behandlung mit. Es ist geplant, die Daten zusätzlich über ein
Downloadportal zugänglich machen. Dafür übergeben Sie einen Freischaltcode an Arzt, der damit und mit Ihrem
Geburtsdatum auf einem Downloadportal Ihre PDF-Reports einsehen und herunterladen kann.
Im Rahmen der Auswertung Ihrer Eingaben, einschließlich der Fragebögen, erfolgt ausschließlich das einfache
Zusammenzählen von Zahlen sowie die graphische Darstellung der Ergebnisse über die Zeit. Dies wird von der
Software automatisiert durchgeführt und ausschließlich Ihrem behandelnden Arzt und dem Administrator angezeigt.
Darüberhinausgehende Analysefunktionen sind im „Kopfschmerzregister der DMKG“ nicht enthalten.
Eine Interpretation der Daten durch die verwendeten Algorithmen findet nicht statt.
Diese Studie wird auf Veranlassung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. durchgeführt.
Die im Kopfschmerzregister erhobenen Daten werden zusätzlich, ausschließlich in pseudonymisierter oder
anonymisierter Form, durch die DMKG für die wissenschaftliche Kopfschmerzforschung genutzt. Auf Antrag,
über den ein unabhängiges Lenkungsgremium entscheidet, können die Daten auch, dann ausschließlich in
anonymisierter Form, von Dritten genutzt werden, z.B. für wissenschaftliche Zwecke, z.B. durch
Forschungsinstitutionen, sowie für Marktforschungs- und Produktentwicklungszwecke, u.a. durch Unternehmen
mit Tätigkeit im Kopfschmerzbereich.
Wir weisen Sie darauf hin, dass Ihre Teilnahme am „Kopfschmerzregister der DMKG“ unabhängig von der Einbeziehung
Ihres behandelnden Arztes ist. Ob Sie am Kopfschmerzregister der DMKG teilnehmen oder nicht, hat keinen Einfluss
auf Ihre medizinische Behandlung. Zusätzliche Besuche in der Arztpraxis/im Kopfschmerzzentrum sind nicht
erforderlich. Es werden ausschließlich Daten Ihrer Routinebehandlung erfasst und ausgewertet, diese sind:
1. Welche Daten werden erfasst
1.1. Bei Registrierung zur Nutzung des „Kopfschmerzregisters der DMKG“
Identifikationsdaten:
- E-Mail-Adresse
- Vorname
- Nachname
- Geburtsdatum
- Postleitzahl und Wohnort
- Geschlecht
1.2. Zusätzlich bei Nutzung der App
Gesundheitsdaten
Täglich zu führender Kopfschmerzkalender, erhoben werden: Vorhandensein von Kopfschmerzen an dem Tag,
falls ja: Anzahl der Attacken, Kopfschmerzintensität, -Dauer, Lokalisation, Begleitsymptome, Ausfall bei Arbeit/Schule,
Freizeit, Besuch bei Arzt, in Notaufnahme oder stationäre Behandlung wegen Kopfschmerzen,
Verwendung einer Akutmedikation, falls ja, Angabe von Präparat, Dosierung und Wirkung, optional:
Tageskommentar/Tageswertung, Dokumentation der vorbeugenden Medikation, und nichtmedikamentöser vorbeugender Maßnahmen,
früherer Akutmedikation und vorbeugender Medikation; sowie bei Frauen der Periode.
1.3. Zusätzlich bei Nutzung des Patientenportals (einer umfangreichen
Softwareanwendung, die nicht lokal, d.h. auf dem Endgerät, installiert werden muss, sondern über den
Webbrowser genutzt wird)
Sozialdaten
- Familienstand
- Anzahl der Kinder/Geburtsjahr und -monat
- Höchster Schulabschluss
- Höchste abgeschlossene Ausbildung
- Berufsbezeichnung
- Derzeitige Beschäftigung
- Umfang der Berufstätigkeit/Anzahl der Wochenarbeitsstunden
- Schichtdienst
Gesundheitsdaten
- Körpergewicht
- Körpergröße
- Schwangerschaftsdaten: Schwangerschaft möglich? Schwangerschaft vorliegend? Ggf. Schwangerschaftswoche
- Zeitpunkt der Erstmanifestation der Kopfschmerzen, ggf. Zeiträume mit und ohne Kopfschmerzen
- Zuletzt gestellte Kopfschmerzdiagnose
- Bildgebung des Kopfes und der HWS (wann und welche Art (CT/Computertomographie; MRT/Kernspintomographie), Ergebnis: auffällig/unauffällig)
- Anzahl der Tage im Monat mit Kopfschmerzen (Unterscheidung in leichte und schwere Kopfschmerzen) oder Anzahl der Kopfschmerzattacken pro Woche
- Anzahl der Tage, an denen Schmerzmittel oder spezielle Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzattacken (Triptane oder Sauerstoff) eingenommen werden oder Anzahl der Einnahmen pro Woche
- Kopfschmerzcharakteristika (Stärke der Kopfschmerzen (0-10), Attackendauer, Lokalisation, Schmerzcharakter, Begleitsymptome, ggf. Aurasymptome)
- Evtl. Episodenkalender (Zeiten mit Attacken und attackenfreie Zeiten)
- Anzahl der Tage mit kopfschmerzbedingtem Arbeits- bzw. Schulausfall
- Anzahl der Tage mit kopfschmerzbedingter Beeinträchtigung bei Freizeit bzw. Haushalt
- Anzahl der Arztbesuche, Besuche in der Notaufnahme, Nächte im Krankenhaus wegen Kopfschmerzen
- Vorliegen einer Erwerbsminderungsrente oder eines Grads der Behinderung
- Selbsteinschätzung des aktuellen Gesundheitszustands auf einer visuellen Skala
-
Fragebögen zur Erfassung von Depression, Angst, Stressbelastung, Beeinträchtigung durch Kopfschmerzen,
Lebensqualität und Änderung unter Behandlung (Depression-Angst-Stress-Skala; Migraine Disability Assessment
Scale; Veterans RAND 12 Gesundheitsfragebogen; Patient Global Impression of Change; Cluster Headache Impact
Questionnaire; optional u.a. Headache Impact Text HIT-12; Work Productivity Index WPAI; Headache Management
Self-Efficacy Scale HMSE; Fragebogen zur Patientenzufriedenheit ZUF-8)
- Aktuelle und frühere Kopfschmerzmedikation, Wirkung und evtl. Nebenwirkungen
- Aktuelle und frühere nichtmedikamentöse Verfahren zur Kopfschmerzbehandlung
- Frühere stationäre oder tagesklinische Behandlungen wegen Kopfschmerzen
- Begleiterkrankungen und Begleitmedikation
- Häufigkeit Nikotin- und Alkoholkonsum
- Optional: Kommender Termin in der Praxis/am Zentrum (Datum)
Daten zu familiären Vorbelastungen
- Vorkommen von Kopfschmerzerkrankungen in der Familie
1.4. Zusätzlich durch den behandelnden Arzt (sofern einbezogen)
Nutzerdaten, die durch den Arzt eingetragen werden müssen:
- Diagnose(n) nach Art der Kopfschmerzen
- Ergebnisse der körperlichen Untersuchung
- Empfehlungen für das weitere Vorgehen (Procedere)
Nutzerdaten, die durch den Arzt eingetragen werden können:
- Anamnese (Kopfschmerz-Vorgeschichte)
- Epikrise (Zusammenfassende Beurteilung der Kopfschmerzerkrankung)
- Praxisinterne Notizen
- Nicht-medikamentöse Prophylaxe (Kopfschmerz-vorbeugende Maßnahmen)
- Kommender Termin in der Praxis/am Zentrum (Datum)
Zusätzlich müssen die folgenden Eingaben des Nutzers durch den Arzt bestätigt (oder geändert) werden
- Kopfschmerztage bzw. Attacken pro Woche, starke Kopfschmerztage, Schmerzmitteltage bzw. Einnahmen pro Woche, Fehltage bei der Arbeit
- Medikamente zur Behandlung der Kopfschmerz-Attacke
- Medikamentöse Kopfschmerz-Prophylaxe (Kopfschmerz-vorbeugende Medikamente)
- Begleiterkrankungen
- Begleitmedikation
- Ergebnisse der Zusatzdiagnostik
Die Teilnahme am Kopfschmerzregister der DMKG ist freiwillig. Sie werden nur dann einbezogen, wenn Sie dazu
Ihre Einwilligung erklären. Sofern Sie nicht am Kopfschmerzregister teilnehmen oder später aus diesem ausscheiden
möchten, entstehen Ihnen dadurch keine Nachteile für Ihre medizinische Behandlung. Sie können jederzeit,
auch ohne Angabe von Gründen, Ihre Einwilligung mündlich oder schriftlich widerrufen.
Die Studie wurde der zuständigen Ethikkommission vorgelegt. Sie hat keine Einwände erhoben.
Wo lagern meine Daten?
Ort der Datenspeicherung:
Server, physisch aufgestellt bei der Hetzner Online GmbH, virtuell durch die DMKG und durch die smartlytic GmbH genutzt.
Ein Server ist ein Gerät bzw. Dienst, das bzw. der Funktionen für andere Programme und Geräte, sog. Clients bereitstellt.
Wer kann zugreifen:
DMKG
smartlytic GmbH
Hetzner Online GmbH
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Verantwortlicher für die Verarbeitung von Daten ist gemäß Art. 4 Nr. 7, 24 Abs. 1 DSGVO die DMKG. Sie ist auch Inhaber
des Registers als Datenbank im Sinne der §§ 87 a ff UrhG. Eine Datenbank ist eine Sammlung von Daten, die systematisch
oder methodisch angeordnet und einzeln mit Hilfe elektronischer Mittel oder auf andere Weise zugänglich sind und deren
Beschaffung, Überprüfung oder Darstellung eine nach Art oder Umfang wesentliche Investition erfordert.
Die smartlytic GmbH nimmt im Projekt die Rolle eines Auftragsverarbeiters gem. Art. 28 DSGVO ein.
Sie übernimmt im Vorfeld die folgenden Aufgaben:
- Entwicklung der Systemarchitektur, d.h. grundlegender Aufbau und Zusammenspiel von Softwarekomponenten,
- Support bei laufendem Betrieb, d.h. die Unterstützung bei technischen oder sonstigen Problemen und Telefon- und/oder E-Mail-Beratung),
-
Wartung, d.h. die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und der ordnungsgemäßen Funktionsweise durch
- Erstellen von Backups als Datenkopien zur Absicherung vor Datenverlust,
- Einspielen von Sicherheitsupdates zur Software-Aktualisierung,
- Sicherstellung des Betriebs und das Hosting, d.h. Bereitstellung bzw. Betrieb von Servern und Speicherplatz für Websites und Web-Anwendungen.
Zu diesem Zweck ist der Fernzugriff auf alle Systeme und personenbezogenen Daten und die Rolle als Auftragsverarbeiter
erforderlich. Beispielsweise ist der Zugriff auf personenbezogene Daten durch die smartlytic GmbH zur Wahrung der
Nutzerrechte erforderlich, wenn ein Nutzer seine Einwilligung gegenüber der DKMG widerruft und dieser Widerruf
im System technisch durch die smartlytic GmbH umgesetzt wird.
Die Hetzner Online GmbH stellt die Infrastruktur, d.h. virtuelle Server, Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung.
Sie fungiert dabei als Unterauftragnehmer der smartlytic GmbH und ist ausschließlich als Auftragsverarbeiter tätig.
Als Auftragsverarbeiter muss sie gem. Art. 28 DSGVO hinreichende Garantien für das Ergreifen der technischen und
organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der personenbezogenen Daten bieten. Hierfür ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung
geschlossen worden.
Zu Zwecken der Abrechnung mit den teilnehmenden Ärzten erhält das Klinikum rechts der Isar der
Technischen Universität München (Ausführende Stelle: Münchner Studienzentrum) Zugriff auf Teile der Registerdatenbank.
Weiterhin werden Daten zu Studienzwecken weitergeleitet. Alle Nutzerdaten, auf die das Münchner Studienzentrum Zugriff
hat bzw. welches an das Studienzentrum weitergeleitet werden, wurden zum frühestmöglichen Zeitpunkt anonymisiert.
Ein Personenbezug durch das Münchener Studienzentrum ist nicht mehr möglich.
Mögliche medizinische Risiken, Beschwerden und Begleiterscheinungen
Ziel des "Kopfschmerzregisters der DMKG" ist die Dokumentation, Speicherung und Archivierung Ihrer Kopfschmerzdaten.
Die Nutzung des Kopfschmerzregisters ist im Übrigen unabhängig vom Behandlungsvertrag und den daraus resultierenden
ärztlichen Pflichten. Mit der Teilnahme sind kein medizinischer Zweck und keine medizinischen Risiken verbunden.
Möglicher Nutzen aus Ihrer Teilnahme an der Studie
Die wissenschaftliche Auswertung von Daten aus dem Kopfschmerzregister kann dazu beitragen, dass für
andere Patienten mit Kopfschmerzen die Versorgung verbessert wird.
Zudem wird durch die Nutzung des Kopfschmerzregisters im Vergleich zur handschriftlichen Datenaufnahme
beim Arzttermin wertvolle Zeit gespart.
Ausführliche Informationen zum Kopfschmerzregister der DMKG finden Sie unter https://www.kopfschmerzregister.de/informationen-fuer-patienten/.
Ansprechpartner für Fragen zur Studie
Wenn Sie Fragen zum „Kopfschmerzregister der DMKG“ haben, wenden Sie sich bitte an:
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.
UniversitätsSchmerzCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
oder per E-Mail: kopfschmerzregister@dmkg.de
B) Datenschutz
Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,
aufgrund der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind wir rechtlich
zu Ihrer Information verpflichtet, über die Zwecke, zu denen unser Verein, die Deutsche Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft e.V., Daten verarbeitet, also erhebt, speichert oder weiterleitet, aufzuklären.
Da der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten für uns von hoher Wichtigkeit ist, informieren wir Sie hiermit
über diese Zwecke sowie Ihre Rechte aus dem Datenschutz.
1. Zweck und Art der Datenverarbeitung
Um die Ziele des „Kopfschmerzregisters der DMKG“ zu erreichen, verarbeiten wir die von Ihnen oder Ihrem Arzt
eingegebenen Daten und leiten diese an entsprechende Stellen (von Ihnen freigegebenen Studienzentren und/oder Arztpraxen)
unter Wahrung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen weiter. Zu folgenden Zwecken verarbeitet
das Kopfschmerzregister der DMKG Ihre Daten:
- Erstellung und Verwaltung Ihres Benutzerkontos sowie der Benutzerführung
Im Rahmen des Anmeldeprozesses werden personenbezogene Daten von Ihnen verarbeitet. Diese benötigen wir zur
Erstellung und Verwaltung Ihres Benutzerkontos sowie zur Benutzerführung.
- Dokumentation, Speicherung und Archivierung
Durch die Software soll die Dokumentation, Speicherung und Archivierung Ihrer Kopfschmerzdaten sichergestellt werden.
Die Nutzung der Software ist im Übrigen unabhängig von der Erforderlichkeit und dem Umfang ärztlicher Untersuchungen
und Maßnahmen im Rahmen von Diagnostik und Behandlung.
- E-Mail-Benachrichtigungen für Terminerinnerungen und Newsletter
Sie haben bei der Registrierung und in Ihrem Nutzerkonto die Möglichkeit, E-Mail-Benachrichtigungen zu Erinnerungen
an Termine bei Ihrem Kopfschmerzzentrum/Ihrer Kopfschmerzpraxis und an die davor jeweils notwendigen Eintragungen
im Kopfschmerzregister zu aktivieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter der DMKG mit Informationen
zu Studien im Kopfschmerzbereich und zu Aktivitäten und Umfragen der DMKG zu abonnieren.
Wir versenden die E-Mail-Benachrichtigungen und den Newsletter jeweils nur mit gesonderter Einwilligung des Empfängers.
Sowohl für die Aktivierung der E-Mail-Benachrichtigungen als auch die Anmeldung zu unserem Newsletter verwenden
wir das sog. Double-opt-in-Verfahren. Das heißt, dass wir Ihnen bei Registrierung im Kopfschmerzregister unter
Angabe Ihrer E-Mail-Adresse eine Bestätigungs-E-Mail an die angegebene E-Mail-Adresse senden. In dieser
E-Mail bitten wir Sie um Bestätigung Ihrer Registrierung. Diese Bestätigung soll sicherstellen, dass sich
niemand mit einer fremden E-Mail-Adresse anmelden kann.
Sofern Sie die Registrierung bestätigen, verwenden wir Ihre E-Mail-Adresse für den Versand der
E-Mail-Benachrichtigungen bzw. des Newsletters so lange, bis Sie die E-Mail-Benachrichtigungen bzw. den
Newsletter abbestellen. Wir protokollieren zudem den Anmelde- und Bestätigungszeitpunkt zu Nachweiszwecken,
um den Missbrauch Ihrer persönlichen Daten zu verhindern.
Ihre Einwilligungen in die Übersendung der E-Mail-Benachrichtigungen und des Newsletters können Sie jederzeit
widerrufen. Den Widerruf können Sie durch die entsprechende Funktion in Ihrem Nutzerkonto
(https://portal.kopfschmerzregister.de/profile.xhtml)
erklären.
Bitte beachten Sie, dass eine E-Mail-Benachrichtigung für Terminerinnerungen nur bei Nutzung des
Kopfschmerzregisters mit Einbeziehung des behandelnden Arztes erfolgen kann.
- Wissenschaftliche Kopfschmerzforschung und statistische Auswertung
Ihre Daten werden pseudonymisiert zu Zwecken der wissenschaftlichen Kopfschmerzforschung und zu statistischen
Zwecken innerhalb der DMKG genutzt. Hierzu werden die folgenden Maßnahmen zur Pseudonymisierung durchgeführt:
- Weglassen folgender Attribute: Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse, Wohnort
- Aggregieren der Geburtsdaten zu Geburtsjahren
- Reduzierung der Postleitzahl auf 2 Stellen
Weitere Informationen zur Funktionsweise des Kopfschmerzregisters entnehmen Sie bitte Punkt B, 2 – Funktionsweise des „Kopfschmerzregisters der DMKG“.
- Wissenschaftliche und statistische Kopfschmerzforschung, Marktforschung und Produktentwicklung im Kopfschmerzbereich
Die Weitergabe von Daten an Dritte für Zwecke der wissenschaftlichen und statistischen Kopfschmerzforschung,
Marktforschung oder Produktentwicklung im Kopfschmerzbereich erfolgt ausschließlich in anonymisierter Form.
Eine Zuordnung mittels Abgleich der Datenbanken ist für Dritte nicht möglich. Anonymisierte Daten weisen keine
Verbindung zu Ihnen als Nutzer auf. Weitere Informationen zur Funktionsweise des Kopfschmerzregisters entnehmen
Sie bitte Punkt B, 2 – Funktionsweise des „Kopfschmerzregisters der DMKG“.
2. Funktionsweise des „Kopfschmerzregisters der DMKG“:
Beim Projekt „Kopfschmerzregister der DMKG“ handelt es sich um ein zentrales Datenbanksystem. Erfasste Daten
werden auf dem, von der smartlytic GmbH bei der Hetzner Online GmbH gehosteten, Server in der Registerdatenbank
gespeichert. Einmal täglich erfolgt die pseudonymisierte Übernahme der Daten von der Datenbank des
Kopfschmerzregisters in die Auswertungsdatenbank in einem einzigen automatisch ablaufenden Arbeitsschritt.
Der Zugriff auf die Register- und auf die Auswertungsdatenbank ist sowohl für die DMKG als auch die smartlytic GmbH
innerhalb der Organisation technisch getrennt und damit unabhängig. Beide Akteure wären mit entsprechendem
technischem und wirtschaftlichem Aufwand in der Lage, die Daten der Auswertungsdatenbank wieder spezifischen
Nutzern zuzuordnen. Daher sind die Daten der Auswertungsdatenbank für diese beiden Akteure nur als pseudonymisiert
und nicht als anonymisiert zu betrachten.
Dritte haben weder auf die Daten der Register- noch der Auswertungsdatenbank Zugriff. Sie können die Datenbestände
nicht zusammenführen und damit die Daten einzelnen Nutzern nicht mehr zuordnen, da die personenbezogenen und
pseudonymisierten Daten ausschließlich bei der DMKG bzw. der smartlytic GmbH mit dem Hoster Hetzner Online GmbH
gespeichert sind. Dritte verfügen damit immer nur über anonymisierte Daten.
Unter Pseudonymisierung von Daten versteht man die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Weise,
dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen
betroffenen Person zugeordnet werden können.
Anonymisierung von Daten bedeutet das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben
über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand
an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können.
Eine Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten außerhalb der EU ist im Projekt „Kopfschmerzregister der DMKG“ nicht vorgesehen.
Folgende Fristen sind zur Datenlöschung vorgesehen:
-
Ohne Einbindung des behandelnden Arztes: unverzügliche Löschung nach Beendigung des Nutzerverhältnisses
bzw. auf Antrag des Betroffenen, soweit keine anderen gesetzlichen Vorschriften im Einzelfall entgegenstehen
-
Bei Einbindung des behandelnden Arztes: Regellöschfrist 10 Jahre ab Erhebung der Daten, soweit keine
anderen gesetzlichen Vorschriften im Einzelfall entgegenstehen
-
Pseudonymisierte Daten auf dem Auswertungsserver: Die Regellöschfrist am Ende des Forschungsprojektes
und nach der erforderlichen Auswertung und Nachnutzung der Daten beträgt 10 Jahre.
-
Für anonymisierte Daten besteht keine Regellöschfrist.
Dritte werden keine Einsicht in die bei der teilnehmenden Praxis/im teilnehmenden Kopfschmerzzentrum
vorhandenen Behandlungsunterlagen nehmen.
Einzelheiten zum Datenschutz beim „Kopfschmerzregister der DMKG“ finden Sie unter:
https://portal.kopfschmerzregister.de/privacy.xhtml
3. Sind bei der Datenverarbeitung Risiken vorhanden?
Bei jeder Erhebung, Speicherung, Nutzung oder Übermittlung von Daten bestehen Vertraulichkeitsrisiken (z.B. die Möglichkeit,
die betreffende Person zu identifizieren). Diese Risiken lassen sich nicht völlig ausschließen und steigen, je mehr Daten
miteinander verknüpft werden können. Die DMKG versichert Ihnen, Ihre Daten nach dem aktuellen Stand der Technik zu schützen
und Daten nur an Stellen weiterzugeben, die ein geeignetes Datenschutzkonzept vorweisen können. Medizinische Risiken sind mit
der Datenverarbeitung nicht verbunden.
4. Rechtsgrundlage
Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten, darunter auch Gesundheitsdaten, zu oben genannten Zwecken auf
Grundlage Ihrer Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.
Im Falle der Teilnahme eines Minderjährigen werden die folgenden Einwilligungen eingeholt:
-
Einwilligung des Minderjährigen gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO und
bei Einbindung des Arztes zusätzlich die
-
Einwilligung der Eltern gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO i.V.m. §§ 1629, 1626 BGB oder die
-
Einwilligung des gesetzlichen Vertreters gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO i.V.m § 1793, § 1902, § 1909 BGB.
Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zur wissenschaftlichen Kopfschmerzforschung und statistische
Auswertung ist vom Erlaubnistatbestand des §§ 27 Abs. 1, 22 Abs. 2 S. 2 BDSG i.V.m. Art. 89 Abs. 2, Abs. 1 DSGVO gedeckt.
Die Einwilligung erfolgt freiwillig und ist unabhängig von Ihrer Behandlung. Sie kann mit Wirkung für die Zukunft
jederzeit ohne die Angabe von Gründen widerrufen werden, ohne dass dadurch Nachteile für Ihre medizinische Behandlung
entstehen. Eine Teilnahme am „Kopfschmerzregister der DMKG“ ist dann nicht mehr möglich. Die bis zum Widerruf erfolgte
Datenverarbeitung bleibt jedoch rechtmäßig.
Sie haben einen Anspruch auf Auskunft (einschließlich der kostenlosen Überlassung einer Kopie der Daten), Berichtigung,
Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Übertragung Ihrer personenbezogenen Daten gem. Art. 15-20 DSGVO unter:
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.
UniversitätsSchmerzCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
oder per E-Mail: kopfschmerzregister@dmkg.de
Bei Anliegen zur Datenverarbeitung und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen können Sie sich auch an
folgenden Datenschutzbeauftragten wenden:
Herrn Kevin Jäkel
HK2 Comtection GmbH
Hausvogteiplatz 11 A
10117 Berlin
E-Mail-Adresse: jaekel@comtection.de
Sie haben ein Beschwerderecht bei jeder Aufsichtsbehörde für den Datenschutz. Eine Liste der Aufsichtsbehörden in
Deutschland finden Sie unter:
https://www.bfdi.bund.de/DE/Infothek/Anschriften_Links/anschriften_links-node.html
Sollten Sie im Rahmen der elterlichen Sorge/einer gesetzlichen Vertretung für den minderjährigen Nutzer handeln,
weisen wir Sie darauf hin, dass die Ausübung aller oben genannten Betroffenenrechte im Rahmen der Vertretung
des Minderjährigen unter Beachtung der Rechte des Minderjährigen aufgrund seiner Einsichtsfähigkeit durch
Sie ausgeübt werden können.